Chemnitz Massagen

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie wird sicher nicht nur wegen der ständig steigenden Bedeutung des Energiesektors als die Zukunftsgewerkschaft bezeichnet. Besonders in der Region Dresden-Chemnitz, rund um das Erzgebirge mit dem Zentrum der Bergbauakademie in Freiberg spielt auch der Bergbau immer noch eine tragende Rolle. Sicher nicht mehr in seiner vormals traditionellen Form, jedoch speziell auf dem Gebiet der Forschung wird immer noch Bahnbrechendes geleistet. Viele neue Firmen haben vom Know-How traditioneller Altindustrien wie zum Beispiel der Wismut profitiert und sich zum Teil ganz neu aufgestellt. Namhafte Unternehmen sind in diesem Bereich unter anderen Wacker, Linde, Deutsche Solar, Wepa oder Siltronic. Für all die Beschäftigten bietet sich die IG BCE als starke Gewerkschaft an.

Ganz intensiv kümmert sich die IG BCE um die jugendlichen Auszubildenden, Umschüler und Qualifikanten. Zu diesem Zweck hat sich in der regionalen Struktur der Bezirksjugendausschuss der Gewerkschaft etabliert. Neben der „normalen“ Gewerkschaftsarbeit hat die Jugendarbeit nun zusammen mit der Frauenarbeit einen sehr hohen Fokus. Besonders die Rechte und Pflichten in der Ausbildungszeit sind vielen Jugendlichen auch in unserer heutigen Informationsgesellschaft mitunter nicht wirklich geläufig. Doch nicht nur auf dem Gebiet der rechtlichen Fragen bietet die Gewerkschaft Hilfestellung. Ein sehr hohes Augenmerk wird auf den Bereich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit gelegt. Nicht verwunderlich in diesen Industriesektoren.

Nach vier Jahren wurde Ende des vergangenen Jahres auf der Bezirksdelegiertenkonferenz ein neuer Bezirksausschuss in Dresden gewählt. Die Bilanzierung der Arbeit des entlasteten Ausschusses war durchweg positiv. So wurde der neu gewählte Ausschuss mit viel Vertrauen und den besten Wünschen für weiteren Erfolg in der Zukunft vom Bezirksteam der Gewerkschaft herzlich begrüßt. Ein besonderer Schwerpunkt der kommenden Jugendarbeit soll auf die Vermeidung von berufsbedingten Erkrankungen bereits während der Ausbildungszeit gesetzt werden.

Für diesen neuen Fokus gibt es schon länger einige vielversprechende Konzepte zur Vorlage und Diskussion. Insbesondere wurden Präventionskonzepte für Haltungsschäden an fließbandähnlichen Produktionsanlagen erarbeitet. Hier reichen die Vorschläge von spezieller aktiver Pausengestaltung über außerbetriebliche Bewegungstherapien bis hin zum Angebot von Entspannungs- und Lockerungsmassagen. Natürlich liegen die Bemühungen vorallem darauf, in diesem Bereich kostenlose Angebote über eine gesetzliche Versicherung hinaus durch die Arbeitgeber zu erreichen.

Das die Umsetzung von Aufgaben in diesem Bereich nicht leicht wird, ist jedem klar. Aber man sieht bereits einige vielversprechende Ansätze. So gibt es für Auszubildende in Chemnitz Massagen auf Rechnung des Ausbildungsbetriebes bei längeren Ausbildungszeiten in der industriellen Produktion. Das hat schon viel positive Wirkung bei allen Beteiligten gezeigt. Entspannte Azubis lernen besser und können ihre Erfahrungen später viel effektiver im Betrieb umsetzen und anwenden. Eine perfekte Symbiose auch für die Ausbildenden.

Der Bezirksjugendausschuss der IG BCE in Dresden und Chemnitz schafft in seiner aktuellen Amtszeit viele weitere Grundlagen für verbesserte Ausbildungsbedingungen in den meisten Betrieben und Unternehmen. Um eine möglichst moderne Plattform zu bieten, hat der BJA seine Präsenz auf Facebook verstärkt und dort vielen Interessierten den Zugang zu Informationen „jugendgerecht“ gestaltet. Gefällt mir.

Impressum & Datenschutz